Sie wollen auf dem Laufenden bleiben?

Tragen Sie hier Ihre Email-Adresse ein:
Zurück

Thema des Monats

Heuernte im Landkreis Harburg

In der Grünlandbewirtschaftung spielt die Heugewinnung eine wichtige Rolle. Egal, ob extensiv oder intensiv genutzt – als getrocknete Biomasse kann Heu in der Landwirtschaft vielfältig genutzt werden. Das meiste Heu wird in der Futterwirtschaft und hier insbesondere als Pferdefutter genutzt. 


Gutes Wetter ist eine wichtige Voraussetzung, um bestes, energie-, mineralstoff- und strukturlieferndes Heu zu ernten. Heu zu machen ist ein Wettlauf mit dem Wetter – je schneller das Gras getrocknet ist, desto geringer das Risiko, dass es durch Regen wieder nass wird. In den vergangenen Wochen waren die Bedingungen ideal.


Einige Faktoren für eine erfolgreiche Heuernte kann der Landwirt beeinflussen, wie etwa


die Arbeitshöhe von Mähbalken, Wender und Pick-up (siehe „Pressen“),


das Wenden sowie


die Geschwindigkeit und die Kreiseldrehzahl.


Entscheidend ist der Zeitpunkt


Bei der Heuernte kommt es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an, denn davon hängt die Qualität ab. Der richtige Zeitpunkt für die Heuernte ist gekommen, wenn der Großteil der Gräser blüht, denn dann enthalten sie die größte Menge an verdaulichen Nährstoffen und bringen auch einen ordentlichen Ertrag. Zu diesem Zeitpunkt stimmt sowohl die Qualität als auch die Quantität.


Wird das Heu zu früh geerntet, erleidet man Verluste, da das Gras noch nicht vollständig entwickelt ist. Eine zu späte Ernte führt dagegen zu einem hohen Ertrag mit geringer Qualität. Wenn das Gras zu reif ist, sind die Nährstoffe bereits in die Samen und die Knospenanlagen gewandert und das Heu enthält kaum mehr Nährstoffe. Mit zunehmender Entwicklung nimmt der Rohfaseranteil zu. Das Heu wird strohig, die Blätter verholzen und die Nährstoffe sind für die Tiere schwer verdaulich.

Ernteablauf

Heu soll möglichst schonend, verlustarm und verschmutzungsarm geerntet werden. Im Idealfall gelingt es, den Wasseranteil des gemähten Grases innerhalb kurzer Zeit auf unter 15 Prozent zu senken - ohne Qualitätsverlust beim Heu. Die richtige Einstellung aller Arbeitsmaschinen trägt wesentlich dazu bei. Das Mähen Den ersten Maschineneinsatz in der Heuernte übernimmt das Mähwerk. Der Mähbalken muss so eingestellt sein, dass dieser sauber über den Boden gleitet. Die richtige Schnitthöhe ist 7 Zentimeter. So wird vermieden, dass Sand und Erde aufgewühlt werden, und erreicht, dass eine stabile Grasnarbe als lockere Unterlage für das Schnittgut eine gute Durchlüftung und somit eine zügige Trocknung ermöglicht. Die Mahd wird entweder breitflächig oder schwadförmig abgelegt.

Das Zetten (Wenden)

Damit das Gras gleichmäßig und schnell trocknet, wird es mit einem gezogenen oder getragenen Kreiselzettwender mehrfach auf dem Boden gewendet. Die Einstellung der richtigen Arbeitshöhe ist wichtig, damit es nicht zu Bröckelverlusten und unnötiger Futterverschmutzung kommt. Je seltener gewendet wird, desto weniger Schmutz gelangt ins Heu. Bei hohen Erträgen und Schwadablage wird der Wender sofort nach dem Mähen eingesetzt. Um die gewünschte Trocknung zu erreichen wird das Heu im Anschluss weitere 2 bis 3 Mal gewendet.

Das Schwaden

Damit das Heu von der Wiese transportiert werden kann, muss es auf ein Schwad zusammengerecht werden. Dies erledigen Kreiselschwader mit einem oder mehreren horizontalen Kreiseln. Wichtig ist ein lockeres und gleichmäßiges Schwad, damit das Material gleichmäßig trocknet.

Das Pressen

„Pick-up“ beschreibt nicht nur einen Fahrzeugtyp sondern auch die Aufnahme-Rolle, welche vorne an der Ballenpresse angebracht ist und das trockene Heu aufnimmt. Zumeist kommen Rundballenpressen zum Einsatz, in denen das Futter schonend aufgerollt und verdichtet wird. Kleine rechteckige Heuballen sieht man aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes und der anstrengenden Handarbeit heute kaum noch.

Ausblick auf das nächste Thema des Monats

Wir werden spontan ein spannendes Thema finden!