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Thema des Monats

Alles Pommes?

Im Landkreis Harburg werden ca. 2.900 ha Kartoffeln angebaut. Sie gehen als Speisekartoffeln in den Frischverzehr oder in die industrielle Weiterverarbeitung. Aus den Industriekartoffeln werden verschiedene Verarbeitungsprodukte wie Pommes, Püree, Kartoffelknödel oder Knabbereien wie z.B. Chips. Andere Kartoffelsorten werden auch zur Gewinnung von Alkohol und insbesondere Stärke eingesetzt.


Europas größte kartoffelverarbeitende Unternehmen sind Burger King, McDonald´s, Lorenz Snack World und Nordsee. Die Basis jeder Portion Pommes sind Kartoffeln. Doch wo kommt die Kartoffel  für die Pommes eigentlich her?


Unsere Landwirte pflanzen die Kartoffeln im April oder Mai. Sie werden gedüngt und bis zur Ernte gepflegt. Unter den Einfluss von Sonne, Wind und Wetter wachsen die Kartoffeln heran. Nach einigen Monaten, meist im September/Oktober werden die Kartoffeln geerntet. Nach der Ernte gelangen Kartoffeln entweder direkt in den Handel oder werden beim Landwirt selbst gelagert. Dafür werden sie zunächst sortiert und je nach Sorte für verschiedene Produkte verwendet. Sie werden sortiert und verladen. Meist werden die Kartoffeln an einen Großhändler geliefert oder direkt zu einem Produktionsbetrieb. In mehreren Produktionsprozessen werden die Kartoffeln zu Pommes verarbeitet. Die Pommes werden dann tiefgekühlt entweder an Großhändler oder an Supermärkte geliefert.


Von den Harburger Kartoffeln werden die wenigsten zu Pommes verarbeitet. Die Wahrscheinlichkeit, dass man an der nächsten Pommesbude ausschließlich Stäbchen aus unserem Landkreis bekommt ist sehr gering. Dafür ist der Markt für die weiterverarbeitete und gefrorene Ware einfach zu groß. So sieht man z.B. oft Pommes aus Belgien oder den Niederlanden in den Tiefkühltruhen. Anders herum importiert Großbritannien pro Jahr knapp 700.000 Tonnen Frittenrohstoff – es bleibt abzuwarten, wie sich die „Fish and Chips“ - Versorgung nach dem Brexit gestaltet!

Wer also sicher sein will, dass seine Pommes aus dem Landkreis Harburg stammen, sollte die Kartoffeln direkt beim Erzeuger vor Ort kaufen und sie dann selbst zu Pommes verarbeiten. Das macht zwar Arbeit, schmeckt dafür aber umso besser und ist gut für den Bezug zum Grundnahrungsmittel.

Zuerst Schälen Sie die Kartoffeln (unbedingt eine festkochende Sorte verwenden) und schneiden sie anschließend in etwa ein Zentimeter breite Stifte. Vermischen Sie diese dann in einer Schüssel mit Olivenöl sowie Paprika- oder Currypulver. Die Pommes auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und bei 200 Grad Umluft (Gas: Stufe 3-4) etwa 35 Minuten backen. Wenden Sie die Pommes zwischendurch – optimalerweise zwei Mal. Wichtig für den Geschmack: Salzen Sie die Pommes erst ganz zum Schluss. Guten Appetit!

Ausblick auf das nächste Thema des Monats

Wir werden spontan ein spannendes Thema finden!